Abholbestellungen laufen bei den meisten Betrieben über Lieferportale — obwohl der Gast ohnehin selbst vorbeikommt. Für jede dieser Bestellungen geht ein Teil des Umsatzes an das Portal, und die Kundendaten bleiben dort. Ein eigenes Bestellsystem auf Ihrer Website kehrt das um.
Was Lieferportale Sie tatsächlich kosten
Rechnen wir ein realistisches Beispiel durch. Ein Betrieb nimmt 40 Abholbestellungen pro Woche entgegen, der durchschnittliche Bon liegt bei 28 Euro. Das sind rund 4.480 Euro Umsatz im Monat. Bei einer Vermittlungsgebühr von 13 Prozent für Selbstabholung bleiben davon etwa 580 Euro monatlich beim Portal — knapp 7.000 Euro im Jahr, für Bestellungen von Gästen, die Ihr Lokal ohnehin kennen.
Dazu kommt ein zweiter Punkt, der langfristig schwerer wiegt: Die Bestellhistorie, die E-Mail-Adresse und die Bestellgewohnheiten Ihrer Gäste liegen beim Portal, nicht bei Ihnen. Wenn das Portal Ihrem Gast beim nächsten Öffnen ein anderes Lokal in der Nähe vorschlägt, haben Sie darauf keinen Einfluss.
Ein eigenes Bestellsystem ersetzt die Portale nicht zwangsläufig — viele Betriebe fahren beides parallel. Aber jede Bestellung, die über Ihre eigene Seite läuft, ist eine Bestellung ohne Abzug.
So funktioniert Ihr eigenes Bestellsystem
1. Der Gast öffnet Ihre Speisekarte. Über Ihre Website, über den QR-Code auf dem Tisch oder über den Link in Ihrem Google-Unternehmensprofil. Es muss nichts heruntergeladen und kein Konto angelegt werden — die Karte öffnet sich direkt im Browser.
2. Er stellt seine Bestellung zusammen. Gerichte mit Foto, Preis, Beschreibung und den gesetzlich vorgeschriebenen Allergenangaben. Mengen lassen sich ändern, Anmerkungen wie „ohne Zwiebeln“ sind möglich.
3. Er wählt eine Abholzeit und bestätigt. Name, Telefonnummer, Wunschzeit — mehr wird nicht abgefragt. Sie legen fest, welche Zeitfenster überhaupt zur Auswahl stehen, damit in der Stoßzeit nichts zusammenbricht.
4. Die Bestellung landet bei Ihnen. Direkt und sofort — ohne Umweg über ein fremdes System. Sie sehen, was bestellt wurde, für wann und unter welcher Nummer der Gast erreichbar ist.
Warum wir bewusst keine Online-Zahlung einbauen
Das System nimmt Bestellungen entgegen, wickelt aber keine Zahlung ab. Der Gast zahlt bei der Abholung — bar oder mit Karte, so wie er es bei Ihnen ohnehin gewohnt ist. Das ist eine bewusste Entscheidung und für die meisten Betriebe ein Vorteil:
- Keine Transaktionsgebühren eines Zahlungsdienstleisters, die sich zu den Portalgebühren addieren würden
- Keine Rückbuchungen und keine Streitfälle über nicht abgeholte Bestellungen
- Deutlich weniger Aufwand bei Datenschutz und Kassenführung, weil keine Zahlungsdaten durch Ihre Website laufen
- Der Gast steht ohnehin bei Ihnen an der Theke — die Zahlung dort ist der kürzeste Weg
Falls Ihr Betrieb tatsächlich Vorkasse braucht, sprechen Sie uns an. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob sich der Zusatzaufwand in Ihrem Fall lohnt.
Allergene und Zusatzstoffe: automatisch statt nachträglich
Die Lebensmittelinformationsverordnung verpflichtet Sie, die vierzehn Hauptallergene auszuweisen — auch bei Bestellungen im Internet, und zwar bevor der Gast bestellt. In der Praxis wird das oft vergessen oder in eine PDF-Fußnote geschoben, die niemand liest.
In unserem System hinterlegen Sie die Zutaten eines Gerichts einmal. Die Allergenkennzeichnung wird daraus abgeleitet und erscheint automatisch an jedem Gericht — in der Speisekarte, im Bestellvorgang und in der ausgedruckten Karte. Auch Zusatzstoffe wie Farbstoffe, Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker werden getrennt ausgewiesen, weil sie eine eigene Kennzeichnungspflicht haben. Ändern Sie ein Rezept, ändert sich die Kennzeichnung überall mit.
Was Sie bekommen
Das Bestellsystem ist kein Baukasten von der Stange, sondern Teil Ihrer Website. Enthalten sind die Bestellstrecke, die gepflegte Speisekarte mit Fotos und Allergenen, Ihr Verwaltungsbereich zum Ändern von Gerichten, Preisen und Öffnungszeiten sowie die Einrichtung der Abholzeitfenster. Wenn Sie zusätzlich eine digitale Speisekarte mit QR-Code oder eine Tischreservierung möchten, greifen alle drei auf dieselbe gepflegte Karte zu — Sie pflegen ein Gericht einmal, nicht dreimal.
Ein Beispiel aus der Praxis finden Sie beim Georgischen Restaurant in Parsau: digitale Karte, QR-Code am Tisch und ein Verwaltungsbereich, in dem der Inhaber Preise und Fotos selbst ändert, ohne uns anzurufen.