Wenn der Einkaufspreis steigt, steht die gedruckte Karte im Weg. Neu setzen, Korrektur lesen, drucken lassen, laminieren — bis die neue Karte auf dem Tisch liegt, haben Sie wochenlang mit falschen Preisen gearbeitet oder mit Aufklebern gearbeitet, die nicht gut aussehen.

Das Problem mit gedruckten Karten

Eine Neuauflage kostet je nach Umfang und Auflage schnell mehrere hundert Euro und dauert ein bis zwei Wochen. Deshalb wird sie hinausgezögert — und in der Zwischenzeit erklärt der Service jedem Tisch, dass der Preis nicht mehr stimmt oder das Gericht heute nicht verfügbar ist. Das kostet Zeit an jedem einzelnen Tisch und wirkt auf Gäste unsauber.

Dasselbe gilt für Tagesgerichte, saisonale Angebote und ausverkaufte Positionen. Auf Papier lassen sie sich nicht kurzfristig abbilden, also fehlen sie — obwohl gerade das die Gerichte sind, mit denen Sie Marge machen.

So funktioniert die QR-Speisekarte

Auf jedem Tisch steht ein kleiner Aufsteller mit QR-Code. Der Gast hält die Handykamera darauf und die Karte öffnet sich sofort im Browser — ohne App, ohne Download, ohne Anmeldung. Auf kleinen Bildschirmen ist sie so aufgebaut, dass sie sich mit dem Daumen bedienen lässt: große Kategorien oben, Gerichte darunter, Foto, Preis, Beschreibung.

Derselbe Link funktioniert überall: in Ihrem Google-Unternehmensprofil, auf Ihrer Website, auf Instagram und im Schaukasten vor der Tür. Der Gast, der abends vor dem Lokal steht und wissen will, was es kostet, bekommt dieselbe aktuelle Karte wie der Gast am Tisch.

Die gedruckte Karte ersetzt das übrigens nicht zwingend. Viele Betriebe behalten eine kleine gedruckte Auswahl für Gäste, die kein Smartphone nutzen möchten, und pflegen die vollständige, tagesaktuelle Karte digital.

Ihr Verwaltungsbereich

Sie bekommen einen eigenen Zugang, mit dem Sie Ihre Karte selbst pflegen — von jedem Rechner, Tablet oder Handy aus. Damit ändern Sie Preise, Beschreibungen und Fotos, legen neue Gerichte an, sortieren Kategorien um und blenden Ausverkauftes vorübergehend aus. Ebenso lassen sich Ankündigungen veröffentlichen, etwa Feiertagsöffnungszeiten, ein Betriebsurlaub oder das Mittagsangebot der Woche.

Der Bereich ist bewusst schlicht gehalten: Er kann genau das, was ein Gastronom im Alltag braucht, und nicht mehr. Bei der Übergabe zeigen wir Ihnen alles einmal in Ruhe vor Ort — die meisten Inhaber pflegen ihre Karte danach ohne Rückfragen.

Allergene und Zusatzstoffe: das ist Pflicht, nicht Kür

Die Lebensmittelinformationsverordnung schreibt vor, dass die vierzehn Hauptallergene bei jedem Gericht erkennbar sein müssen — Gluten, Krebstiere, Eier, Fisch, Erdnüsse, Soja, Milch, Schalenfrüchte, Sellerie, Senf, Sesam, Schwefeldioxid, Lupinen und Weichtiere. Bei Gluten und Schalenfrüchten reicht die Hauptgruppe nicht: Es muss die konkrete Art genannt werden, also etwa Weizen statt nur „glutenhaltiges Getreide“.

Zusatzstoffe sind eine zweite, getrennte Pflicht. Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Antioxidationsmittel, Geschmacksverstärker, Süßungsmittel, Phosphat und geschwärzte Oliven müssen zusätzlich gekennzeichnet werden — auch dann, wenn kein Allergen im Spiel ist.

In unserem System hinterlegen Sie die Zutaten eines Gerichts. Die Kennzeichnung wird daraus abgeleitet und erscheint überall automatisch: in der digitalen Karte, in der Abholbestellung und in der Druckfassung, falls Sie eine brauchen. Ändern Sie das Rezept, ändert sich die Kennzeichnung mit. Das ist der eigentliche Grund, warum sich die digitale Karte auch für Betriebe lohnt, die selten Preise ändern.

Google-Bewertungen mit demselben Prinzip

Nach dem gleichen Muster funktioniert ein zweiter kleiner Aufsteller: ein QR-Code, der den Gast direkt in das Bewertungsfeld Ihres Google-Unternehmensprofils bringt — nicht auf die Startseite, wo er dann suchen muss. Der Weg von „Es hat geschmeckt“ bis zur abgegebenen Bewertung schrumpft damit auf zwei Berührungen.

Wichtig dabei: Der Aufsteller wird jedem Gast gezeigt, nicht nur den zufriedenen. Bewertungen zu filtern verstößt gegen die Richtlinien von Google und fliegt regelmäßig auf. Wie Sie Bewertungen sauber und dauerhaft aufbauen, beschreiben wir im Beitrag Mehr Google-Bewertungen für Ihr Restaurant.

Häufige Fragen zur digitalen Speisekarte

Müssen meine Gäste etwas installieren? +
Nein. Der QR-Code öffnet eine normale Webseite im Browser. Jedes Handy der letzten Jahre kann QR-Codes direkt mit der Kamera lesen — es braucht keine App und keine Anmeldung.
Kann ich die Karte wirklich selbst ändern? +
Ja, das ist der Sinn der Sache. Preise, Fotos, Beschreibungen, Kategorien und Ankündigungen pflegen Sie selbst. Bei der Übergabe schulen wir Sie einmal vor Ort; danach sind Sie unabhängig und zahlen für Änderungen nichts.
Was ist mit älteren Gästen ohne Smartphone? +
Dafür behalten die meisten Betriebe einige gedruckte Karten. Weil die Druckfassung aus denselben Daten erzeugt wird, stimmt sie mit der digitalen überein — Sie pflegen trotzdem nur an einer Stelle.
Funktioniert das auch ohne WLAN im Lokal? +
Ja, über das Mobilfunknetz des Gastes. Ein Gäste-WLAN ist trotzdem sinnvoll, gerade in Kellerräumen oder Altbauten mit schlechtem Empfang. Wir richten es auf Wunsch gleich mit ein.
Sehe ich, was Gäste sich ansehen? +
Auf Wunsch ja, in anonymisierter Form: welche Kategorien und Gerichte am häufigsten geöffnet werden. Das ist erfahrungsgemäß aufschlussreicher als jede Vermutung darüber, was auf der Karte nach oben gehört.