Das eigentliche Problem ist die Uhrzeit
Reservierungen entstehen nicht tagsüber. Sie entstehen abends auf dem Sofa, am Wochenende beim Planen und spontan zwei Stunden vor dem Essen. In genau diesen Zeitfenstern ist ein Restaurant entweder im vollen Betrieb oder geschlossen. Ein Anruf, der nicht angenommen wird, ist kein verschobener Gast — es ist ein Gast, der beim nächsten Haus anruft.
Genau diese Lücke füllen Portale. Sie sind rund um die Uhr erreichbar, und dafür verlangen sie entweder eine monatliche Gebühr, eine Provision pro vermitteltem Gast oder beides. Für Häuser mit sehr hohem Anteil an Erstbesuchern kann das aufgehen. Für alle anderen zahlen Sie dafür, dass ein Gast, der Sie ohnehin gesucht hat, über eine fremde Seite zu Ihnen findet — und dessen Kontaktdaten anschließend nicht Ihnen gehören.
Die Alternative ist keine teure Software, sondern eine Reservierungsstrecke auf Ihrer eigenen Seite. Für die meisten Häuser reicht dafür deutlich weniger Technik, als Anbieter suggerieren. Welche Stufe zu Ihnen passt, hängt davon ab, wie viele Anfragen Sie bekommen und wie eng Ihre Tischplanung ist.