In einer Großstadt entscheidet nicht das Essen, sondern die Auffindbarkeit
Das klingt hart, ist aber die Realität der ersten Entscheidung: Wer abends in Hannover essen möchte, sucht nach Küche und Stadtteil — „italienisch Linden“, „vegan Nordstadt“, „Mittagstisch Mitte“ — und sieht zuerst eine Liste. Was auf dieser Liste nicht erscheint, existiert in dieser Entscheidung nicht, unabhängig von der Küche.
Die Liste besteht aus drei Dingen: dem Google-Unternehmensprofil, den Bewertungen und dem, was an Informationen hinterlegt ist. Häuser, deren Profil unvollständig ist, deren Fotos alt sind oder deren Speisekarte als PDF verlinkt ist, verlieren an dieser Stelle gegen Häuser, die es besser gemacht haben — nicht gegen Häuser, die besser kochen.
Der zweite große Posten sind Lieferportale. Sie bringen Bestellungen, kosten aber einen erheblichen Anteil jedes Umsatzes und stellen Sie direkt neben den Wettbewerb. Ein eigener Abhol- und Bestellweg auf Ihrer Seite ersetzt das nicht vollständig, holt aber die Bestellungen zurück, die ohnehin bei Ihnen gelandet wären.
